Verein zur Förderung der sozialen Gerechtigkeit und Völkerverständigung e.V.

Nach dem OXI und dem Brexit: Die Krise der EU und die Linke

Angela Klein, 22.07.2016

Innerhalb eines Jahres haben zwei Bevölkerungen Europas, jeweils im Süden und im Norden, gegen die EU bzw. ihre Politik gestimmt – aus ganz unterschiedlichen Motiven und mit unterschiedlicher Stoßrichtung. Richtete sich das OXI der Griechen am 5.Juli 2015 gegen die die Spardiktate der Troika und die Zurückstufung des Landes auf einen halbkolonialen Status, so war der Brexit in Großbritannien vor allem durch die Furcht vor „Überfremdung“ und vom Wunsch bestimmt, der Personenfreizügigkeit in der EU einen Riegel vorzuschieben, gleichzeitig aber auch Ausdruck des Wunschs, mit den herrschenden politischen Eliten abzurechnen. Wurde das NEIN der Griechen von der Linken angeführt, so wurde das NEIN der Briten von der Rechten gekapert.

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Trauer um Manfred Fischer

Sekretariat Euromarsch, 28.08.2016

soziales-europa.de_x5_images_euromarsch-archiv_manfred-fischer.jpg Manfred Fischer, langjähriger Freund und Mitstreiter des Euromarsch-Netzwerks, ist am 22. August 2016 infolge einer Herzkrankheit gestorben. Manfred wurde am 24. Juli 1939 in Daugavpils in Lettland mit deutscher Staatsbürgerschaft geboren. Von 1948 bis 1964 lebte er in Beirut, wo er ein italienisches Gymnasium besuchte, das Abitur machte und anschließend ein Studium der Kernphysik begann. Nach Aufenthalten in Frankreich und Deutschland setzte er dieses Studium 1977 in Lyon fort.

Euromarsch hat Manfred als Mitarbeiter der französischsprachigen Zeitschrift „Diagonales Est-Ouest, Courrier des Balkans“ kennengelernt. Für die Euromärsche stand er stets als Übersetzer zur Verfügung, und dies in einem doppelten Sinne, sprachlich wie kulturell.

Zusammen mit dem Übersetzernetzwerk Babels arbeitete er auch für das Europäische Sozialforum und das Weltsozialforum. Sein bewegter Lebenslauf hat aus ihm einen Menschen gemacht, der in vielen Kulturen und vielen Sprachen zu Hause war. Er beherrschte fließend deutsch, italienisch, französisch, sprach daneben auch gewandt englisch, russisch und arabisch. Er hatte Kenntnisse der verschiedensten gesellschaftlichen, wirtschaftlichen und politischen Zusammenhänge und wusste diese zu vermitteln. Von großem kulturellen Horizont, war er stets freundschaftlich, hilfsbereit und von großer Lebensfreude. Mit seiner internationalen Prägung und seinem Engagement für ein soziales, demokratisches und solidarisches Europa verkörperte er das, wofür die Euromärsche standen und stehen.

Im Nachruf schreibt Euromarsch: Er hinterlässt eine große Leerstelle. Manfred, du wirst uns fehlen. Unsere Gedanken und Wünsche gehen an seine Lebensgefährtin Nicole, seinen Sohn Matthias und seine ganze Familie.

Rote Karte für das „Loi Travail“

Norbert Cultus, 30.06.2016

Entsprechend dem Aufruf von Alter Summit fand am Dienstag, den 28. Juni in Berlin auf dem Pariser Platz vor dem Brandenburger Tor, gegenüber der Französischen Botschaft eine Protestaktion unter der Parole Rote Karte für das „Loi Travail“ statt. Die Vorbereitung und Durchführung der Aktion erfolgte durch Mitglieder von „euromarsch“ (Europäische Märsche gegen Erwerbslosigkeit, ungeschützte Beschäftigung und Ausgrenzung) und dem AKI (Arbeitskreis Internationalismus) der IGM Berlin. Die Teilnehmer wurden über die Ereignisse in Frankreich teilweise sogar durch Teilnehmer an Demonstrationen in Frankreich sozusagen aus erster Hand informiert.

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40 Jahre Bijstandsbond

23.05.2016

Der Bijstandsbond in Amsterdam feierte am 20. Mai 2016 sein 40-jähriges Bestehen im Nelson-Mandela-Zentrum.
Euromarsch war mit Aktiven aus Frankreich und Deutschland dabei.

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Trauer um Lara Winter

Sekretariat Euromarsch, 27.04.2016

soziales-europa.de_x5_images_lara_3.jpgLara Winter ist am 14. April dieses Jahres verstorben. Sie war von Anfang an bei AC! und bei den Euromärschen, für die sie viele Aufgaben erfüllt hat, aktiv tätig. Sie war stets bei unseren europäischen Koordinationstreffen tatkräftig mit dabei. Sie hat unseren Ansatz einer solidarischen europäischen Bewegung von unten insbesondere mit ihren sprachlichen und politischen Fähigkeiten bereichert.

1930 in Deutschland geboren, musste sie 1936 mit ihrer Familie fliehen. Nachdem sie durch mehrere Mitteleuropa- und Balkanländer umhergezogen war, fand sie schließlich in Frankreich Zuflucht. 1960 erwarb sie die französische Staatsangehörigkeit.

Sie hat mit ihrer Biografie und ihrem Engagement eine Brücke zwischen den Generationen geschlagen und damit – wie auch einige andere in den Euromärschen, die von uns gegangen sind – der Vorstellung von einem anderen, solidarischen, sozialen und demokratischen Europa eine konkrete Gestalt gegeben. Sie hat sich auch stark im Europäischen Sozialforums engagiert.

In den letzten Jahren war sie aus Gesundheitsgründen nicht mehr in der Lage, bei den Märschen auf europäischer Ebene mitzumachen; nichtdestotrotz verfolgte sie aus der Nähe die Aktivitäten unseres Netzwerks.

Wir werden sie vermissen…